Was dieser Redirect Checker macht
Gib eine URL ein und das Tool ruft sie so auf, wie ein Browser es tun würde, und folgt jeder Weiterleitung bis zu 10 Schritte weit. Für jeden Schritt siehst du den HTTP-Statuscode (301, 302, 307, 308 oder am Ende 200, 404, 500 …), die Zieladresse und wie lange der Server für die Antwort gebraucht hat. Der Bulk Redirect Checker macht dasselbe für bis zu 50 URLs auf einmal – ideal, um eine alte Sitemap, eine Backlink-Liste oder das Ergebnis eines Website-Umzugs zu prüfen und die Tabelle als CSV herunterzuladen.
Die Anfragen kommen aus dem Cloudflare-Netzwerk, ohne Cookies und ohne zwischengespeicherte Weiterleitungen. Du siehst also genau das, was ein neuer Besucher oder ein Suchmaschinen-Crawler sieht.
301, 302, 307 und 308: Was die Redirect-Statuscodes bedeuten
- 301 Moved Permanently
- Die klassische dauerhafte Weiterleitung. Suchmaschinen übertragen die Rankingsignale auf die neue URL und aktualisieren ihren Index. Richtig bei verschobenen Seiten, Domainwechseln und der Umstellung von HTTP auf HTTPS.
- 302 Found
- Eine temporäre Weiterleitung. Suchmaschinen behalten die alte URL in der Regel im Index; bleibt ein „temporärer“ Redirect lange bestehen, behandeln sie ihn unter Umständen irgendwann wie einen dauerhaften. Sinnvoll für kurzfristige Fälle wie A/B-Tests oder Wartungsseiten; für dauerhafte Umzüge ist 301 die bessere Wahl.
- 307 Temporary Redirect
- Wie 302, aber der Browser muss die Anfrage mit derselben Methode wiederholen (ein POST bleibt ein POST). Ebenfalls temporär.
- 308 Permanent Redirect
- Wie 301, aber die Request-Methode bleibt erhalten. Suchmaschinen behandeln ihn als dauerhaft. Manche ältere Tools kommen damit weniger zuverlässig zurecht, deshalb bleibt 301 für normale Webseiten die sichere Wahl.
Meta-Refresh und JavaScript-Weiterleitungen sind keine HTTP-Redirects: Sie stecken im Seiteninhalt, sind langsamer und für Crawler weniger zuverlässig. Dieses Tool zeigt ausschließlich HTTP-Weiterleitungen.
Redirect-Ketten prüfen: Warum Weiterleitungsketten der SEO schaden
Eine Redirect-Kette ist eine Folge von zwei oder mehr Weiterleitungen zwischen der aufgerufenen URL und der Zielseite, zum Beispiel http → https → www → Trailing Slash. Ketten entstehen meist, wenn mehrere Umzüge übereinandergelegt werden: erst HTTPS, dann eine neue Domain, dann eine neue URL-Struktur – und jede Stufe bringt ihre eigene Regel mit.
- Langsamere Seiten. Jeder Schritt ist ein kompletter Roundtrip zum Server. Nutzer warten länger, die Core Web Vitals leiden.
- Verschwendetes Crawl-Budget. Der Googlebot folgt bis zu 10 Schritten und stellt lange Ketten unter Umständen zurück; andere Crawler brechen früher ab.
- Verwässerte Signale. Jeder Schritt ist eine weitere Fehlerquelle, und ein Mix aus 301 und 302 macht das eigentliche Ziel mehrdeutig.
- Schleifen machen Seiten komplett unerreichbar. Führt eine Kette zu einer früheren URL zurück, zeigen Browser einen Fehler und die Seite fliegt aus dem Index.
Redirect-Ketten und Schleifen beheben
- Prüfe die Kette mit diesem Tool und notiere die Ziel-URL, die mit 200 antwortet.
- Ändere die erste Weiterleitungsregel so, dass sie direkt auf diese Ziel-URL zeigt. Wiederhole das für jede Zwischen-URL, die noch Traffic oder Links erhält.
- Nutze 301 für dauerhafte Umzüge: Prüfe bei jeder verschobenen URL, ob wirklich eine 301-Weiterleitung greift, und ersetze 302 und 307, sofern die Weiterleitung nicht nur vorübergehend ist.
- Korrigiere interne Links, XML-Sitemaps und Canonical-Tags, damit sie direkt auf die Ziel-URL verweisen und gar keine Weiterleitung mehr nötig ist.
- Prüfe nach dem Deployment noch einmal im Bulk-Check. Lass alte Weiterleitungen mindestens ein Jahr aktiv: Backlinks und Lesezeichen nutzen sie weiterhin.
Bulk Redirect Checker für Relaunch und Audit
URLs einzeln zu prüfen skaliert nicht. Der Bulk-Check prüft die Weiterleitungen einer ganzen URL-Liste auf einmal: Wechsle in den Bulk-Check, füge bis zu 50 URLs ein und erhalte eine Tabelle mit der Anzahl der Schritte, dem Endstatus und den Warnungen für jede URL. Exportiere sie als CSV für die Entwickler oder als Anhang für dein Audit.
Der Klassiker ist das Redirect-Mapping beim Website-Umzug: Nach dem Domainwechsel fügst du die alten URLs ein und prüfst, ob jede mit einem einzigen Schritt auf ihrer neuen Entsprechung landet. Weitere typische Einsätze: prüfen, ob alte URLs aus der Search Console oder dem Backlink-Profil noch auf funktionierende Seiten führen, und Seiten finden, die nach einem CMS-Update 404 liefern.
Häufige Fragen
Wie teste ich eine Weiterleitung?
Füge die URL oben ins Feld ein und klicke auf „Weiterleitung prüfen“. Du siehst jeden Schritt mit Statuscode, die Ziel-URL und die Gesamtzeit. Für eine ganze Liste wechselst du in den Bulk-Check und fügst bis zu 50 URLs ein.
Ist dieser Redirect Checker kostenlos?
Ja. Einzel- und Bulk-Prüfungen sind kostenlos und ohne Registrierung. Die einzige Grenze ist ein Fair-Use-Limit an Anfragen pro Minute, damit das Tool für alle schnell bleibt.
Wie viele Weiterleitungen verfolgt das Tool?
Bis zu 10 – das entspricht dem Limit des Googlebots. Ist eine Kette länger, bricht das Tool ab und zeigt die Warnung „Zu viele Weiterleitungen“.
Erkennt das Tool Redirect-Schleifen?
Ja. Leitet eine URL auf eine Adresse zurück, die in der Kette bereits besucht wurde, stoppt das Tool und markiert die Schleife samt dem Schritt, zu dem sie zurückführt.
Warum weicht das Ergebnis von dem ab, was ich im Browser sehe?
Browser speichern Weiterleitungen zwischen (vor allem 301), senden Cookies mit oder bekommen eine standortabhängige Antwort. Das Tool schickt eine frische Anfrage ohne Cookies aus dem Cloudflare-Netzwerk und zeigt, was ein neuer Besucher oder ein Crawler sieht. Manche Websites antworten automatisierten Clients außerdem anders.
Prüft das Tool auch Meta-Refresh- oder JavaScript-Weiterleitungen?
Nein. Das Tool zeigt ausschließlich HTTP-Weiterleitungen. Meta-Refresh und JavaScript-Redirects stecken im Seiteninhalt, den das Tool bewusst nicht herunterlädt.
Ist ein 302-Redirect schlecht für SEO?
Nicht grundsätzlich. 302 ist für vorübergehende Situationen korrekt. Problematisch wird es, wenn ein dauerhafter Umzug per 302 umgesetzt wird: Suchmaschinen behalten die alte URL dann möglicherweise länger im Index. Für dauerhafte Umzüge gehört 301.
Welche URLs kann ich prüfen?
Jede öffentliche Website über http oder https. Lokale Adressen, private Netzwerke und ungewöhnliche Ports sind aus Sicherheitsgründen gesperrt.